Alle Märchen von Johann Peter Hebel

Biografie von Johann Peter Hebel

Von Förderern finanziell unterstützt konnte Hebel 1774 ins Karlsruher Gymnasium illustre eintreten, das er 1778 abschloss. Nach einem zweijährigen Theologiestudium in Erlangen trat er eine Stelle als Hauslehrer und Vikar in Hertingen an und wurde 1783 zum Hilfslehrer am Pädagogium in Lörrach ernannt. Mit dem dortigen Schulleiter Tobias Günttert schloss Hebel Freundschaft. Über ihn lernte er auch Gustave Fecht kennen, Güntterts Schwägerin, mit der er eine lang andauernde, platonische Beziehung führte. Hebel selbst heiratete nie, auch wenn er in späteren Jahren die Schauspielerin Henriette Hendel-Schütz sehr verehrte. Hebel wurde 1791 als Subdiakon ans Karlsruher Gymnasium berufen, was für ihn den Abschied von Südbaden bedeutete. Neben der Lehrtätigkeit am Gymnasium predigte er in Karlsruhe auch gelegentlich bei Hofe. Hebel blieb, von gelegentlichen Reisen in andere Landesteile abgesehen, bis zu seinem Lebensende in Karlsruhe. Sein Wunsch, sich als Pfarrer um eine Pfarrei im Wiesental kümmern zu dürfen, wurde nicht erfüllt. Ab 1815 klagte Hebel vermehrt über gesundheitliche Probleme, die sich in den folgenden Jahren verschlechterten.[10] 1826 begab er sich auf eine Dienstreise, um in Heidelberg und Mannheim Schulprüfungen abzunehmen, und verstarb am 22. September 1826 in Schwetzingen.

Hebels literarisches Schaffen begann, von einigen frühen Versuchen abgesehen, Ende des 18. Jahrhunderts. 1799 besuchte er auf einer Reise seine Wiesentäler Heimat. Nach seiner Rückkehr nach Karlsruhe schrieb er in den folgenden beiden Jahren, inspiriert von der Sehnsucht nach seiner Heimat, die Allemannischen Gedichte. Hebels zweites bekanntes Werk sind seine Kalendergeschichten, die er für den Rheinländischen Hausfreund verfasste.