Alle Märchen von Ludwig Bechstein

Biografie von Ludwig Bechstein

Bild Ludwig Bechstein

Geboren wurde Ludwig Bechstein am 24. November 1801 in Weimar, als unehelicher Sohn von Johanna Dorothea Bechstein und Louis Hubert Dupontreau, einem französischen Emigranten aus ­Fontenay-le-Comte in der Vendée.

Sein wohlhabender Onkel adoptierte ihn 1810 und schickte ihn noch im selben Jahr auf das Lyzeum in Meiningen, wo sich die Lehrer angeblich immer wieder über seinen ­mangelnden Fleiß beklagten. Als Strafe soll er von seinem Onkel jedes Mal Hausarrest bekommen haben, den er in der Gesindestube mit Lesen von Volksbüchern, Abenteuer- und Gespenstergeschichten verbrachte.

1818 begann Ludwig Bechstein in der Kühnschen Apotheke im thüringischen Städtchen Arnstadt eine Lehre zum Apotheker. Er war zwar nicht glücklich dabei, schloss sie aber dennoch 1822 ab und blieb sogar noch zwei Jahre als Gehilfe (Provisor) dort. 1823 veröffentlichte er als C. Bechstein erste Schriftstücke, einen kleinen Band mit dem Namen "Thüringische Volksmärchen".

Von Ende 1824 bis Anfang 1826 arbeitete er in der Meininger Hofapotheke und ab 1826 wiederum als Provisor in der Schwan-Apotheke in Salzungen. Doch auch dort fand er beruflich keine Erfüllung.

Dank der Förderung des Meininger Herzogs konnte er sich 1829 an der Universität Leipzig immatrikulieren. Dort studierte er neben den Naturwissenschaften auch Philosophie, Literatur und Geschichte. Während seiner Studienzeit in Leipzig, wo er bis Ende des Sommersemesters 1830 blieb, war seine literarische Hauptleistung der "Totentanz". Sein Studium führte er in München weiter und besuchte dort allerdings mehr die Kunst- und Altertumssammlungen, als zu studieren. Während seiner gesamten Studienzeit in Leipzig und München schrieb er „Die Weisheit der Libussa“, den Roman „Das tolle Jahr von Erfurt“ und „Luther“.

1831 nahm er eine Stelle als Kabinettsbibliothekar an der herzoglichen Bibliothek von Meiningen an. Ein Jahr später heiratete er Caroline Wiskemann aus Philippsthal und bekam mit ihr seinen ersten Sohn. Zwei Jahre später starb sie allerdings und er heiratete 1836 Therese Schulz aus Untermaßfeld, mit der er noch einmal sieben Kinder hatte.

Am 14. Mai 1860 starb Ludwig Bechstein, er wurde nur 59 Jahre alt und hatte bis dahin rund 20.000 Manuskriptseiten verfasst. Sein wohl bekanntestes Werk ist das "Deutsche Märchenbuch", welches 1845 veröffentlicht wurde.

Weitere Werke aus seiner Feder sind:

- Gevatterin Kröte

- ­Schwan, kleb an

- Der schwarze Graf

- Die Lebensgeschichte der Maus Sambar

- Der Richter und der Teufel

- Oda und die Schlange

- Der König im Bade

- Helene

- Der Hase und der Fuchs

- Die verzauberte Prinzessin

- Der Fuchs und der Krebs

- Die schlimme Nachtwache

- Das winzige, winzige Männlein

- Die Nonne, der Bergmann und der Schmied

- Das Nußzweiglein

- Die hoffärtige Braut

- Von zwei Affen

- Das Märchen von den sieben Schwaben

- Die drei Hunde

- Vom Schwaben, der das Leberlein gefressen

- Das Kätzchen und die Stricknadeln

- Die dankbaren Tiere

- Vom Büblein, das sich nicht waschen wollte

- Des Hundes Not

- Der kleine Däumling

- Der goldne Rehbock

- Die Rosenkönigin

- Die drei Nüsse

- Das Märchen vom Mann im Monde

- Siebenschön

- Der Mann ohne Herz

Und viele weitere mehr.